© Jeanette Fritz / fundus.media

Archiv Dorheim und Bauernheim


2026


Das Kinderkirchen-Team Dorheim sucht Unterstützung

Wir suchen Unterstützung für unsere Kinderkirche und würden uns sehr freuen, wenn Sie Interesse hätten und uns anrufen. Kerstin Bernhard 06031-15714.


Bibelkreis in Dorheim

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

Nach Dietrich Bonhoeffer ist dies der grundlegende, aus der Tiefe der Seele kommende, Gebetsruf eines Christenmenschen. Denn zu jedem Glauben gehört das Gottvertrauen genauso wie mancher Zweifel. In unserem Bibelgespräch in Dorheim haben wir uns an die biblische Erzählung (Markus 9, 14 – 27) erinnert, in der dieser Ruf zu hören ist: Ein Vater hat Angst um seinen geliebten, unter schweren epileptischen Anfällen leidenden, Sohn. Seine letzte Hoffnung ist Jesus Christus mit seinen heilenden Kräften. Der Vater schreit ihm den Satz entgegen: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Hier hat ein Mensch alle Selbstsicherheit verloren. Er kann nur noch verzweifelt um Hilfe rufen. Und da gibt es den einen, auf den er seine letzte Hoffnung setzt. Unser Heiland spürt diese große Not. Und er erhört den Hilferuf. Er reicht dem kranken Jungen die Hand und heilt ihn.  Wir in unserem Bibelkreis haben gespürt: Zu Jesus Christus können wir immer kommen – mit all unserer Not, mit unseren Zweifeln, ja unserer Verzweiflung. Diese Zusage hat uns sehr gutgetan. 

Unsere nächsten Bibelgespräche haben wir am 19. Februar, am 19. März, am 16. April und am 7. Mai, jeweils um 19:00 Uhr im Dorheimer Gemeindesaal, Am Söderpfad 29. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. 

(Text: Hilmar Gronau)


Bericht aus dem Kirchenvorstand Bauernheim

In den letzten Monaten hat sich in und um die Michaeliskirche einiges getan.
Nachdem der bereits geplante Anbau eines kleinen Nebengebäudes (Sakristei) wegen der umfangreichen Dachsanierung im Jahr 2016/17 verworfen wurde, haben wir nun im Kirchgarten ein Gerätehaus erstellt. In diesem ist nun Platz für Rasenmäher und andere Gerätschaften.

Auch die in die Jahre gekommene Elektrik musste erneuert und ergänzt werden. Nun haben wir auch eine Außen- und Innenbeleuchtung im Kirchgarten und im Gerätehaus. In diesem Jahr wird auch im Innenraum die Elektrik auf den neuesten Stand gebracht.

Einige Bauernheimer werden es bemerkt haben: Über einen längeren Zeitraum läutete nur eine unserer zwei Glocken, da der Motor einer Glocke altersbedingt defekt war.  Es wurde eine neue Läuteanlage installiert, sodass wir nun wieder das "volle Geläut" hören können.

Nach allen diesen Arbeiten steht für die Zukunft die Innenrenovierung unserer Kirche und in absehbarer Zeit auch die Sanierung der Kirchhofmauer, die zur Hofreite Übelacker bereits mit Stahlverstrebungen gesichert werden musste, an.

Aus unserem Kirchenvorstand in Bauernheim sind Ute Bahr und Rica Wittich aus beruflichen Gründen ausgeschieden. Wir danken Ute und Rica sehr herzlich für ihre Arbeit und ihr jahrelanges Engagement in unserer Kirchengemeinde.
Wir freuen uns, dass wir Felix Heid für den Ausschuss "Gemeindebrief/Homepage" gewinnen konnten und danken ihm von Herzen für seine Mitarbeit in diesem Team.

Seit dem 1. Januar sind wir nun die "Evangelische Friedensgemeinde Friedberg". Um unsere Gemeinde mit Leben zu füllen und die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können, würden wir uns über Ihre Mithilfe, Ihre Ideen und Ihre Unterstützung freuen. Wenn Sie Lust und Freude daran haben, sich als Gemeindeglied mit Ihren Fähigkeiten und Interessen in einem Ausschuss (Bauwesen, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit u.a.) einzubringen, freuen wir uns sehr auf eine Kontaktaufnahme.

Marita Glaub-Ostheimer (KV-Vorsitzende)


Bericht aus dem Kirchenvorstand Dorheim

"Siehe, ich mache alles neu", die Jahreslosung von 2026 entspricht auch unserer Situation in Dorheim.

Seit dem 1.1.2026 hat für uns eine neue Ära mit Sophie Gesing und Joachim Nethen als unsere geistlichen Begleiter begonnen. Dazu gibt es das zentrale Gemeindebüro in Friedberg für unsere neue evangelische Friedensgemeinde.

Unsere Pfarrwohnung ist jetzt an Familie Gronau vermietet, was für uns alle eine optimale Lösung ist. Dort und im Gemeindehaus sind in den nächsten Monaten einige Renovierungsarbeiten notwendig.

Wir planen außerdem, unsere Kirche innen restaurieren zu lassen. Sie wird übrigens dieses Jahr 300 Jahre alt!

Unser Kirchenvorstand setzt sich weiterhin aus Kerstin Bernhard, Volker Frühschütz, Dr.Roland Neubert, Silke Olthoff, Christian Zöll und mir zusammen. Dazu konnten wir noch erfreulicherweise als Berater Dieter Bernhard und Dirk Antkowiak für die Themen Bau und Finanzen gewinnen, worüber wir sehr dankbar sind. 

Wir würden uns aber auch sehr über weitere Unterstützer oder Ratgeber freuen, z.B. für die Kinderkirche oder das Fundraising.

Meine Vision für Dorheim ist, unsere Kirche noch mehr mit Leben und Begeisterung zu füllen, offen und einladend auch für kirchenferne Menschen zu sein - mit Gottesdiensten, vielleicht auch mal mit Gastrednern, außerdem Workshops, Gebetstreffen und Glaubenskursen, bei denen es um unsere zentrale Botschaft geht. 

Sylvia Gräfin zu Solms-Laubach (KV-Vorsitzende)


2025


Krippenspiel in Bauernheim

Das diesjährige Krippenspiel war eher traditionell und der Besuch der Heiligen drei Könige stand im Vordergrund. Eine Erzählerin führte uns durch das Krippenspiel. Sie ließ uns wissen, dass ein Engel Maria besuchte und ihr die Botschaft überbrachte, dass sie Gottes Sohn zur Welt bringen soll. Auch berichtete sie von der Volkszählung durch Kaiser Augustus. Wir erlebten den beschwerlichen Weg von Maria und Josef, der sie schließlich in den Stall führte. Dort erhielten sie nach der Geburt ihres Sohnes auch Besuch von den drei Weisen aus dem Morgenland, die ihre Glückwünsche übermittelten und Geschenke brachten. Eine Besonderheit gab es, wir hatten keinen König Melchior, sondern eine Königin Melissa. 9 Bauernheimer Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren wirkten mit und trugen zum Gelingen des Krippenspiels bei. 

Nach der Aufführung sangen alle „Feliz Navidad“ in mehreren Sprachen. Dieses Jahr wurden wir dabei von Volker Albus auf der Gitarre begleitet. Und das war nicht die einzige Veränderung. Nachdem Pfarrer Hilmar Gronau in den Ruhestand getreten ist, konnten wir Pfarrerin Maren Bezold bei uns in der Michaeliskirche willkommen heißen. Im Krippenspiel wurde deutlich, dass die Geburt von Jesus uns alle als Licht und als Hoffnung begleitet. Dieses Thema griff Pfarrerin Maren Bezold auf bei ihren Worten an die Gemeinde. Mit ihrer einfühlsamen und warmherzigen Art gewann sie die Herzen der Bauernheimer Gottesdienstbesucher. Und alle fühlten und spürten das, was uns einer der drei Heiligen Könige sagte: „ Das Kind in jener heiligen Nacht, hat Gottes Liebe uns gebracht. Die Liebe Gottes ist so groß, sie lässt auch deine Hand nicht los.“

Ute Bahr


„Wenn Jesus in Bullerbü geboren worden wäre…?“

Wie das wohl gewesen wäre? 

Das haben sich die 21 Kinder beim Krippenspiel an Heiligabend in der Dorheimer Kirche gefragt. In einem waren sich alle einig, die den schönen Ort „Bullerbü“ aus den Büchern von Astrid Lindgren kennen und lieben: Maria, Josef und der kleine Jesus wären von den Bullerbü-Kindern mit offenen Armen aufgenommen worden. Und natürlich auch von Lotta aus der Krachmacherstraße, von Michel und Ida aus Lönneberga und von Madita und Lisabeth. All diese Kinder hätten es der Heiligen Familie richtig gemütlich gemacht, sie hätten Pfefferkuchen gebacken und mit dem Schlitten einen Christbaum aus dem Wald geholt. Sie hätten den Baum gemeinsam schön geschmückt. Sie hätten Geschenke gebracht. Und sie hätten für den kleinen Jesus getanzt und gesungen. Alle waren sich sicher: In Bullerbü hätte sich der kleine Jesus mit seinen Lieben sehr wohl gefühlt. 

Und die Verkündigungsengel wären natürlich auch im Schnee von Bullerbü zu Gast gewesen… 

(Text: Hilmar Gronau)


Kino im Dezember

„Der König der Könige“, einen Zeichentrickfilm von Walt Disney über das Leben Jesu, angefangen von der Geburt bis zu seiner Auferstehung - und kam zu den Kindern in die Brüder-Grimm-Schule. 

So konnten sicher 60 Schüler der 3. und 4. Klassen diesen beeindruckenden Film sehen.

Am Ende bekam jeder Schüler ein kleines Kreuz als Olivenbaumholz, damit er sich erinnert und so Jesus immer nah bei sich haben kann. 


Mittagstisch im Dezember 2025

Der Mittagstisch im Dezember war wieder ein ganz besonderer. An festlich geschmückten Tischen gab es nach einem Gebet köstlichen Tafelspitz mit Meerrettichsoße und hinterher Bratäpfel mit Vanillesoße aus eigener Küche.

Mit dem Hinweis, dass die Geburt Jesu für uns alle ein großes Geschenk sei, bekam jeder Gast einen bebilderten Kalender mit Bibelversen geschenkt.


Verabschiedung von Pfarrer Hilmar Gronau

Am 2. Adventssonntag war der große Tag für die evangelischen Gemeinden Dorheim und Bauernheim gekommen: In einem feierlichen Entpflichtungsgottesdienst wurde ihr langjähriger Pfarrer Hilmar Gronau nach 32 Dienstjahren aus seinem aktiven Pfarrdienst verabschiedet. 

In die bis auf den letzten Platz besetzte Johanniskirche zog dieser in Begleitung der beiden Kirchenvorstände, des Verkündigungsteams sowie Pröpstin Anke Spory mit feierlicher Orgelmusik, dargeboten von Kantor Ulrich Seeger, ein.

In den sich anschließenden Stunden wurde deutlich, welch wichtiger Mensch Hilmar Gronau für seine Gemeinden in den vergangenen Jahrzehnten war und auch in Zukunft bleiben wird. Gronau selbst gestaltete besondere Elemente der Feier immer wieder selbst mit, denn als Vollblut-Musiker ließ er es sich nicht nehmen, mit musikalischen WeggefährtInnen Akzente zu setzen. Es wirkten mit: Jutta Balser, Peter Becker und seiner Band „Out of Eden“, der evangelische Kirchenchor unter der neuen Leitung von Philipp Langstroff, Tochter Violetta Gronau und deren Partner Lars Schneider.

Voller Emotionen war die Predigt, für die Gronau ein letztes Mal offiziell im Amt auf die Kanzel stieg. Sie war ein Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte als Pfarrer, in der so manche Anekdote die Zuhörenden zum Lachen brachte. 

Die offizielle Entpflichtung erfolgte durch Pröpstin Anke Spory - die Ansprache hielt Dekan Volkhard Guth.

Als besonderes Abschiedsgeschenk übergaben ihm die beiden KV-Vorsitzenden Gräfin zu Solms-Laubach und Marita Glaub-Ostheimer eine massive Holzbank, die von den Behindertenwerkstätten „Kompass Leben“ in Alsfeld gebaut worden war. 

Die Bank hat an ihrer Rückenlehne der Konfirmationsspruch des Pfarrers „Wenn Gott für mich ist, wer mag gegen mich sein?“ (Römer 8, 31+32).
Zum Abschluss des Gottesdienstes gab es ein Flashmob mit der Gemeinde. Nach und nach stimmten alle Anwesenden in das Lied „Tage wie diese“ ein, zu dem ein auf Gronau entworfener Text gesungen wurde.  

Die sich anschließende öffentliche Feier im Dorheimer Bürgerhaus wurde begleitet von den Gardemädchen der Wetterfrösche und der Freiwilligen Feuerwehr. Grußworte wurden von Bürgermeister Kjetil Dahlhaus, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, den Bauernheimer Ortsvorsteher Alexander Hausner, Axel Pabst (Vorsitzender FFW), CCDW-Sitzungspräsident Marvin Wagner, Pfarrer i.R. Thomas  Pfennigsdorf aus der Partnergemeinde Wörlitz-Vockerode in Sachsen-Anhalt gesprochen.
Musikbeiträge des Musikcorps und eine Tanzeinlage des CCDW-Männerballetts leiteten über in den späten Nachmittag, ab dem dann Gronaus Band „Out of Eden“ noch einmal für alle aufspielte. Bei Kaffee und Kuchen sowie deftigem Eintopf feierte man bis in den Abend. 

Abschiedsrede von Gräfin Sylvia Solms-Laubach für Pfarrer Hilmar Gronau

Lieber Pfarrer Gronau,

liebe Familie Gronau,

liebe Gemeinde,

schwer fällt es mir, sehr schwer, hier zu stehen und Sie, lieber Herr Gronau, zu verabschieden und gleichzeitig für Ihre außergewöhnlichen 32 Jahre im Dienst unserer Kirchengemeinde zu danken.

32 Jahre, das ist eine lange Zeit. Eine Zeit, die unser Leben hier in Dorheim entscheidend geprägt, bereichert und verändert hat - in Freud und Leid, bei so vielen Gelegenheiten. 

Doch was 32 Jahre wirklich bedeuten, können wir nur erahnen, wenn wir all die Momente und Geschichten in Erinnerung rufen, die jeder Einzelne mit Ihnen verbindet.

Lieber Herr Gronau, Sie sind nicht nur Pfarrer, der Gottes Wort verkündet - Sie sind viel mehr - ein Pfarrer mit Leib und Seele. Ein warmherziger, fröhlicher und positiver Mensch, der auch in schweren oder schlimmen Situationen noch Gutes oder Hoffnung sieht.

Schon mit 17 Jahren hatten Sie den Wunsch, einmal Pfarrer zu werden und haben sich da schon genau vorgestellt, wir Sie dann in einem Weihnachtsgottesdienst predigen.

Ihre Predigten hier bei uns waren packend und mit Ihrer Sprache, Ihren Beispielen, haben Sie uns berührt, ich könnte sagen, "Sie haben dem Volk aufs Maul geschaut", wie Martin Luther das so anschaulich formuliert hat.

Sie wussten immer, was uns bewegt, was uns Sorgen, was uns Hoffnung macht.

Wir alle haben in diesen Jahren gespürt, wie nah Sie unserem Vater im Himmel sind, wie tief Ihre Liebe zu ihm ist und wie sehr Sie ihm vertrauen - gerade in schweren Zeiten. Und daran haben Sie uns teilhaben lassen.

Dieses Vertrauen hat uns getragen, hat uns Orientierung gegeben und oft auch durch dunkle Momente geführt. Sie haben uns gezeigt, dass Glaube nicht etwas Abstraktes ist, sondern eine lebendige Kraft, die hält, stärkt und heilt.

Diese Kraft ist unser Heiland Jesus Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist. Unser Glaube sagt uns, dass wir, wenn wir an ihn glauben und ihn in unser Herz einladen, durch ihn geheilt und zu neuen Menschen werden.

Sie sind ein empathischer Seelsorger, waren jahrelang in der Notfallseelsorge tätig. Sie haben begleitet und zugehört. In Freud und Leid haben Sie an unserer Seite gestanden - bei Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, schweren Abschieden.

Zu vielen Menschen hier in Dorheim haben Sie eine enge Beziehung aufgebaut und wir spürten in jedem Ihrer Besuche, Gesprächen oder Predigten: Ich werde ernst genommen, Sie fühlen mit mir, Sie sehen mich ganz persönlich. Dafür sind wir Ihnen unendlich dankbar.

Sie haben unser Gemeindeleben nicht nur verwaltet, Sie haben es belebt, gestaltet und getragen: als begeisterter Sänger im Kirchenchor, als Schauspieler in Sketchen, als Gitarrist und Klavierspieler, als Büttenredner, als Genießer - und als jener, der gerne selbst zupackt. Delegieren ist nicht so ihr Ding, lieber selbst anfassen, improvisieren, Lösungen finden - oft spontan, immer bodenständig, immer mit Herz.

Auch privat sind Sie etwas ganz Besonderes: als Familienmensch, als liebevoller Vater Ihrer 4 Kinder und bald stolzer Großvater Ihres 1. Enkelkindes. Und dass Sie wöchentlich mit Ihrer Frau tanzen gehen, zeigt uns Ihre Lebensfreude, Ihre Liebe und Treue, die Sie auszeichnen.

Und hier möchte ich einmal ganz besonders Ihnen, liebe Frau Gronau, danken - wir wissen ja "Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau" - Ihnen danken für Ihren unermüdlichen Einsatz bei der Kinderkirche, den Weltgebetstagen und dem jährlichen Krippenspiel.

Welche Geduld, welche Rücksichtnahme und welches Verständnis haben Sie in all den Jahren gezeigt. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes. Ganz herzlichen Dank! 

Dass Sie beide hier in Dorheim bleiben, ist für uns ein Riesenglück! Denn, ehrlich gesagt, wenn Sie wegziehen würden, kämen wir uns komplett amputiert vor.

So aber bleiben Sie uns wenigstens erhalten, mitten unter uns und nicht nur in Erinnerungen. Und wir sind uns sicher, es werden auch in Zukunft immer wieder Bitten und Wünsche an Sie herangetragen werden - für Hochzeiten, vielleicht auch für Beerdigungen, einfach, weil Sie vielen Menschen tief ins Herz gewachsen sind.

Gerade deshalb ist dieser Abschied für uns so schwer, wir sind traurig, wir sind wehmütig.

Mit Ihrem Ruhestand geht eine Ära zu Ende, die man nicht ersetzen kann. Doch diese Wehmut zeigt nur, wie viel Sie dieser Gemeinde bedeutet haben und bedeuten.

Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen, dass Sie nun richtig viel Zeit haben - Zeit für Ihre Familie, Zeit für ausgedehnte Aufenthalte in Australien, mehr Zeit zum Tanzen, mehr Zeit zum Genießen, mehr Zeit mit Ihrer Frau.

Und wir hoffen sehr, dass Sie sich immer wieder das eine oder andere Projekt aus den Angeboten unserer Gemeinde herauspicken, das Ihnen Freude macht. Denn Ihre Freude und Ihre Liebe zu unserer Gemeinde wird sicher nicht einfach erlöschen.

Im Namen der ganzen Gemeinde danken wir Ihnen von Herzen für all das, was Sie für uns getan haben, für Ihre Worte. Ihre Zeit, Ihre Wärme, Ihren Glauben und Ihre Zuversicht.

Glücklicherweise gibt es für uns aber auch eine gute Aussicht, denn wir werden weiter betreut: von 2 wunderbaren Menschen, Pfarrerin Sophie Gesing und Pfarrer Joachim Neethen. Wir freuen uns auf Sie und begrüßen Sie heute hier ganz herzlich.

Lieber Herr Gronau, Sie werden uns sehr fehlen. Mit den besten Wünschen und Gottes reichem Segen für Ihren weiteren Weg...aber halt, es gibt noch eine Überraschung.

Diese Ruhebank ist ein Geschenk der Kirchenvorstände Dorheim und Bauernheim und der Familie Gebauer mit dem Wunsch, sie ganz oft zu benutzen!

Dort steht auch Ihr Konfirmationsspruch "Wenn Gott für mich ist, wer mag gegen mich sein".


(Bericht Frau Silke Olthoff)


Musikalischer Adventsgottesdienst mit Alena Neubert in der Bauernheimer Michaeliskirche

Nach den überaus gelungenen Darbietungen der vergangenen Jahre durften wir erneut die Musicaldarstellerin und Sängerin Alena Neubert in unserer Bauernheimer Michaeliskirche begrüßen. 
Am 30. November 2025 setzte sie damit schon früh ein besonderes Glanzlicht in der Adventszeit. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Bauernheim und den umliegenden Dörfern fanden sich zu dem musikalischen Adventsgottesdienst ein und füllten den Kirchenraum. 
Den liturgischen Teil des Gottesdienstes gestaltete wie gewohnt noch einmal unser langjähriger Pfarrer Hilmar Gronau.
Musikalisch führte Alena Neubert die Gemeinde mit einfühlsamen Worten sowie besinnlichen und weihnachtlichen Geschichten durch den Abend. 
Dabei wechselte sie harmonisch zwischen klassischen Adventsliedern und modernen Stücken. Mit ihrer eindrucksvollen, raumfüllenden Stimme sang sie in dem festlich geschmückten Kirchenraum und schuf so eine besondere Atmosphäre. 
Auch für die ruhigeren Passagen begleitete sie sich selbst am elektronischen Klavier und schuf damit eine stimmige musikalische Ergänzung.
Die Besucherinnen und Besucher konnten einen schönen Abend genießen und sich auf klangvolle Weise auf die Weihnachtszeit einstimmen lassen.
Im Anschluss an den Gottesdienst bestand bei Glühwein, Glühpunsch und herzhaften Speisen noch Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein und zum persönlichen Austausch.


2024


„Ein Schatz an Erfahrungen“

Jubiläumskonfirmationen in den evangelischen Kirchengemeinden Dorheim und Bauernheim. Erinnerungen an die Einsegnungen vor 60, 65, 70 und 75 Jahren

Mit einem feierlichen Festgottesdienst wurden am Sonntag, den 15. September 2024 in der evangelischen Johanniskirche Dorheim die Diamantenen, Eisernen, Gnaden- sowie Kronjuwelen-Konfirmationen begangen. In den gut besetzten Bankreihen konnte Pfarrer Hilmar Gronau zu diesem Anlass neben insgesamt 29 Jubiläumskonfirmandinnen und -konfirmanden der Jahrgänge 1964, 1959, 1954 und 1949 viele weitere Besucherinnen und Besucher begrüßen. Umrahmt wurde der Gottesdienst musikalisch vom evangelischen Kirchenchor unter der Leitung von Ursula Enke, die auch Klavier und Orgel spielte.

In seiner Predigt sprach Pfarrer Gronau von dem „großen Reichtum, der sich mit den Jubilarinnen und Jubilaren heute in der Kirche versammelt hat“. Damit meinte er natürlich den großen Schatz an Lebenserfahrungen, den die Jubilarinnen und Jubilare im Laufe ihres Lebens gesammelt haben. Diesen Reichtum bezeichnete Gronau als den eigentlichen Reichtum eines Menschen, auch wenn in der heutigen Zeit viele andere, offensichtlich eher materielle Werte in den Vordergrund rückten. Neben der Wertschätzung für das Alter führte Gronau weiter aus, dass es Respekt verdiene, dass die Jubilarinnen und Jubilare trotz aller Erfahrungen, auch der schlechten im Leben, weiterhin an ihrem Glauben festgehalten haben und dies durch die Jubiläumskonfirmation erneut bekunden würden. Damit würden sie alle Zeugnis ablegen für einen ganz großen Gedanken der Heiligen Schrift: „Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit.“

Nach dem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis erhielten die Konfirmandinnen und Konfirmanden von Pfarrer Hilmar Gronau und Prädikantin Silke Olthoff ihre Erinnerungsurkunden und wurden erneut eingesegnet. Viele konnten sich darüber freuen, dass das Dorheimer Gemeindebüro die Konfirmationssprüche von damals verwendet hatte, soweit diese in den alten Kirchenbüchern hinterlegt waren. Gemeinsam feierte man im Anschluss das Heilige Abendmahl. Ebenfalls dem Gedenken an verstorbene Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden sowie an Klassenkameradinnen und Kameraden des jeweiligen Jahrgangs wurde Raum gegeben. Hierfür wurden Gedenkkerzen entzündet. Begleitet von den Glocken der Johanniskirche zogen die Jubilarinnen und Jubilare aus der Kirche aus und starteten in einen fröhlichen Nachmittag, an dem sicherlich viele gemeinsame Erinnerungen an alte Zeiten ausgetauscht wurden.

An der Feier nahmen teil:

Ansprache zu den Jubiläums-Konfirmationen 2024 Dorheim

Großer Reichtum ist heute in unserer Kirche versammelt…!

Liebe Jubilarinnen und Jubilare, liebe Gemeinde.

Großer Reichtum ist heute in unserer Kirche versammelt…!

Oh Gott, wird vielleicht jetzt manche oder mancher denken, woher kennt der Pfarrer mein Bankkonto. Jemand anderes aber wird vielleicht zu sich selbst sagen: „Mich und mein Bankkonto kann er nicht meinen…!“

Aber diese Art von Reichtum, also jenen an Geld, habe ich gar nicht gemeint.

Mir geht es um den großen Reichtum an Lebenserfahrung, der hier und heute in unserer Kirche versammelt ist. Und solche Lebenserfahrung wurde lange als ein wirklicher, ja vielleicht als der eigentliche Reichtum eines Menschen begriffen.

Denn da gab es Zeiten, da war das Wissen der Welt vor allem in den Köpfen und Herzen der lebenserfahrenen Menschen zu finden. Zeiten, in denen noch nicht einmal Bücher gedruckt werden konnten. Zeiten, in denen viele die wenigen handgeschriebenen Bücher, die es gab, nicht lesen konnten. Ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, die wir heute haben, von Google bis Wikipedia.

Wer zu solch früheren Zeit Rat gesucht hat in schwierigen Lebenslagen, hat sich an die Menschen mit Erfahrung gewandt, also an die Älteren, ja Alten.

Das galt auch für das Handwerk. Am angesehensten waren die alten Meister mit der größten Erfahrung. Sie wussten, wie es geht. An sie musste man sich wenden, wenn man Großes lernen wollte. Die gewaltigen Dome, die wir heute bestaunen, wurden mitunter, so habe ich es gelesen, ohne eigentliche Baupläne gebaut, wie wir sie kennen.  Auschlaggebend für das Gelingen dieser zeitlos beeindruckenden Bauten war das Wissen der älteren Meister, die in ihrem Leben viel gesehen, viel gelernt und viel ausprobiert hatten.

Doch solche Wertschätzung der Erfahrung ist leider im wahrsten Sinn des Wortes Geschichte.

Heute wird eher das Jung-Sein mit seinen Qualitäten verherrlicht: Körperliche Fitness, Beweglichkeit, Umgang mit den Neuerungen der Technik, sprudelnde Kreativität, Unbekümmertheit, glatte und straffe Haut - das möchte man heute haben. Man möchte, wenn man nicht mehr jung ist, wenigstens jung aussehen.

Dabei geht leider zu sehr verloren, dass auch heute noch Lebenserfahrung ein wichtiges Gut sein kann. Denn ein lebenserfahrener Mensch hat nicht nur mehr gesehen, mehr gelernt und ausprobiert als ein junger Mensch.

Der erfahrene, also ältere Mensch, hat auch mehr erlebt und durchlebt, vielleicht sogar mehr geradeso überlebt – er hat auch mehr erduldet und erlitten. Davon könnten heute und hier viele von uns sicher eine Menge erzählen.

Ich wünschte mir, dass jüngere Menschen diesem Erzählen gut zuhören würden. Denn die Jüngeren könnten die Erfahrungen der Älteren gut brauchen, wenn im Leben die wirklich ernsten Herausforderungen kommen. Und ich erlebe tatsächlich, dass jüngere Menschen in sehr schwierigen Lebenssituation den Rat ihrer Eltern und Großeltern, ja Urgroßeltern suchen.

Im direkten Kontakt wird die Erfahrung des Alters also durchaus geschätzt. Etwas anders ist es in unserer Gesellschaft, aber das will ich hier nicht vertiefen.

Denn wir sind ja heute hier in unserer Kirche und freuen uns daran, dass wir große Konfirmationsjubiläen feiern können. Wir haben große Hochachtung davor, dass sie mit all ihrer Lebenserfahrung diese Jubiläen feiern.

Oder sollte ich sagen: Dass sie trotz der Erfahrungen in ihrem Leben diese Jubiläen feiern.

Denn wie schon angedeutet, könnten sie alle sicher auch von schweren Phasen in ihrem Leben berichten. Von harten Zeiten, von Schmerz und vielleicht von Abschieden, bei denen ihr Gottvertrauen auf eine harte Probe gestellt wurde.

Doch sie haben sich ihren Glauben durch all das nicht nehmen lassen, sonst wären sie ja sicher heute nicht hier. Dieser Glaube wird in ihrem Innern sehr verschieden aussehen, sich sehr verschieden anfühlen. Aber ich bin mir gewiss: Dieser Glaube ist da!

Damit legen sie am heutigen Tag durch ihr Hiersein Zeugnis ab für einen ganz großen Gedanken unserer Heiligen Schrift:

Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit.

Das sind Worte aus dem Hebräerbrief im Neuen Testament. Worte, die uns daran erinnern, dass unser Heiland uns auf unserem Weg begleiten will, durch Höhen und Tiefen, durch Vertrauen und Anfechtung, durch Lachen und Weinen, durch unser Leben und unser Sterben. Unser Heiland ist der stabile Faktor in unserem Leben, das sagt uns der Apostel zu.

Ich bin unendlich dankbar dafür, dass sie, liebe Jubilarinnen und Jubilare, uns an diese großen Zusagen erinnern, durch ihr Kommen, durch ihr Feiern, durch ihre Wertschätzung für unseren Glauben und seine Traditionen.

Damit setzen sie ein Zeichen für die Zuwendung Gottes zu uns allen. Denn sie zeigen uns allen und sagen uns:

Wir haben in unserem Leben viel erlebt, auch viel erlitten. Wir haben auch immer noch einige Fragen an unseren Gott, denn an manchem haben wir bis heute schwer zu tragen. Aber wir wissen auch, dass auf unseren Heiland Jesus Christus Verlass ist. Dass wir uns immer an ihm festhalten und aufrichten können. Mit ihm an unserer Seite möchten wir unseren Weg weitergehen. Dieser Weg mag uns noch durch manche Herausforderungen führen. Aber am Ende wird es ein Weg zu unserem Gott sein.

Auf diesem Weg segne sie unser Gott und unser Erlöser und er segne alle, die ihnen am Herzen liegen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen!

Pfarrer Hilmar Gronau, Ev. Kirchengemeinde Dorheim & Bauernheim


Konfirmation 2024

Am 26.05.2024 wurde in der evangelischen Kirchengemeinde Dorheim die Konfirmation in einem feierlichen Festgottesdienst begangen.

Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Dorheim waren (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Hannah Elisa Gebauer
  • Luis Heidenreich
  • Stella Marisa Hofacker
  • Dominic Sebastian Juling (wurde in Bauernheim konfirmiert)
  • Nika-Marie Kreide
  • Henry Redetzky
  • Jana Melina Schäffler
  • Lilia Sophie Waldheim

Die Ansprache an die Konfirmierten wurde in diesem Jahr durch die Kirchenvorständin Kerstin Bernhard gehalten, die den Jugendlichen eindrücklich vermitteln konnte, dass unser Glaube auch wie ein Leuchtturm sein kann, der einem den richtigen Weg weist. In seiner Predigt, die wir hier noch einmal mit veröffentlichen möchten, ging Pfarrer Gronau insbesondere auf das Thema der Konfirmandenfreizeit "Be real" (Sei du selbst, sei authentisch) ein.

Wir beglückwünschen unsere Konfirmierten zu diesem großen Tag und wünschen ihnen für ihre Zukunft Gottes reichen Segen.