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Archiv Fauerbach & Ossenheim


2026


Hausmacher Fasching mit Niveau bei den Senioren in Fauerbach

Der Seniorenfasching am 12. Februar im Gemeindehaus Fauerbach war ein Paradebeispiel, zu welchen Höchstleistungen Amateure fähig sind, die ihr Hobby lieben – Gäste und Publikum wurden von sieben Beiträgen regelrecht mitgerissen. 

Auf einem Bahnsteig warteten die rustikale Landfrau Christa Krückl und die feine Stadtdame Gabi Zöll adäquat gekleidet auf den verspäteten Zug nach Marburg und breiteten in einer wortlosen Pantomime alle Dünkel zweier Damen aus, die mit Selbstbewusstsein ihren Stand vertreten. Sie rückten auseinander, indigniert wandte sich die Städterin ihrem Taschenbuch zu, während die Landfrau ihre zerknitterte Wetterauer aus dem Korb entfaltete und als die eine feine Schokolade aß, futterte die andere eine grobe Wetterauer Hartwurst. Fasziniert und still folgte der Saal der überzeugenden Gestik der beiden so unterschiedlichen Damen, die eine mit Schminkspiegel und Lippenstift, die Andere mit Stieltopf und Marmelade, bis die Städterin sich schließlich puderte und die Landfrau mit Mehl konterte – da war der Applaus riesig. Der Männergesangverein sorgte als „Eintracht-Lerchen“ nicht nur für die Saaldekoration sondern vor allem für Schwung bis Birgit Becker als „Frau mit 70“ auftrat, die mit sich hadert, während sie überall auf die Schönheiten des Lebens und tolle Mannsbilder trifft. Ebenfalls mitten im Leben stand „Die Marktfrau“ Maria Bauer, die ihre Kunden mit bestem Bio versorgt, genau beobachtet, Zubereitungstipps bis zur Gurkenmaske gibt und angesichts des Klimawandels auch den Weinbau versucht. 

Zu Dritt verkörperten Christa Krückl (Ratgeber), Heidi Trützler (regionales) und Gabi Zöll (Sport) gleich drei Reportage-Ressorts und spielten sich die Bälle so perfekt zu, dass viele Zuschauer die Zusammenhänge des Lebens heiter interpretiert ganz neu verstehen konnten.

Birgit Becker und Heidi Trützler betrachteten als Mann und Frau ihre „fast glückliche Ehe“ mit so manchem Missverständnis und gemeinsamen Erlebnissen – was sie meinte, musste er noch lange nicht verstehen und umgekehrt. Zum Schluss der 120 heiteren Minuten ließ Helmut Lipka noch einmal sein Akkordeon zum Gesang der von ihm geleiteten Eintracht-Lerchen erklingen und alle schunkelten von Kornblumenblau über Rosenmontagsgeburtstag bis zum Aschermittwoch Alles vorbei so eifrig mit, dass es nach der Zugabe alle wie die Rolling Stones halten und unter großem Applaus nicht mehr von der Bühne gehen wollten. Der Seniorenfasching in Fauerbach war ein höchst gelungener Nachmittag auch gemäß der Bibel-Fundstelle 1. Buch Mose, 21, Vers 5.: „Gott hat mir ein Lachen zugerichtet und wer es hört, wird Seiner Lachen“ – Fauerbach Helau.

Johannes Hübner

 


Neues vom Ehrendenkmal an der Kirche Fauerbach

Seit Januar 2020 ist das Ehrendenkmal an der Hauptstraße in Fauerbach abgesperrt. Die Absperrung wurde notwendig, da die gesamte Stützmauer baufällig ist. Der Kalkmörtel der Wand ist völlig durchnässt, was zu weiteren Schäden führen kann.

Von der Stadt Friedberg haben wir erfahren, dass die Gelder zur Sanierung im Haushalt genehmigt sind. Der nächste Schritt ist jetzt die Beauftragung eines Planungsbüros.

Durch die dünne Personaldecke des Bauamtes wird das noch allerdings noch dauern. In Friedberg sind noch mehrere Projekte, mit dringenderem Handlungsbedarf, in der Warteschlange.

Zur Wahrung der sogenannten Verkehrssicherungspflicht (auf gut deutsch: dass kein Unfall passiert) werden die Bereiche vor dem Denkmal durch Drängelgitter abgesichert bleiben.

Sobald es Neues vom Ehrenmal gibt, werden wir darüber berichten.


2025


Ein Fest voll Licht und Wärme

Erfüllt und dankbar blicken wir auf das Weihnachtsfest 2025 in unseren Kirchorten zurück, das erneut von zahlreichen, abwechslungsreichen Gottesdiensten geprägt war.

Den Auftakt bildete die inzwischen fast schon traditionelle Andacht auf dem Ossenheimer Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem dritten Advent. Pfarrerin Maren Bezold gestaltete die Andacht gemeinsam mit den Ockstädter Turmbläsern. Dieses Mal ging es darum, trotz des hektischen Advents das „Innehalten“ nicht zu vergessen – also den eigenen „Bremsweg“ bis Weihnachten nicht zu unterschätzen. Zudem konnten die Besucherinnen und Besucher in der Ossenheimer Kirche innehalten, ihre Wünsche und Hoffnungen für Weihnachten dort auf kleine Engel schreiben und diese an den Weihnachtsbaum hängen. Schon zuvor hatten Kinder der KiTa Bunte 11 im Anschluss an einen adventlichen Besuch in der Kirche kleine Engel für den Tannenbaum gebastelt – so fangen die neuen Engel gleich gute Gesellschaft.

Dann war es endlich soweit: Weihnachten! Die Familiengottesdienste an Heiligabend in Fauerbach und Ossenheim wurden von den Krippenspielen getragen, die in mühevoller Vorbereitung von einigen Konfis, sowie den KiGo-Kids einstudiert und dargeboten wurden. In Ossenheim wurde es spannend, als die Schafe plötzlich verschwunden waren und zwei Kommissare den „Tatort“ etwas genauer unter die Lupe nahmen, während in Fauerbach alte Geschichten zu neuem Leben erweckt wurden. Viele Schmunzler begleiteten die Darbietungen, sodass die Besucherinnen und Besucher nach den Gottesdiensten beschwingt nach Hause gingen.

Die Christmette in Ossenheim, die von Prädikantin Dr. Regina Bechstein-Walther, sowie von Familie Berlenbach gestaltet wurde, stimmte dahingegen eher besinnlichere Töne an und ließ so den Heiligen Abend sehr stimmungsvoll und ruhig ausklingen.

Zum Abschluss des Weihnachtsfestes gab es auch in diesem Jahr wieder einen Gottesdienst zum Ausklang des Weihnachtsfestes. Er fand in der Fauerbacher Kirche statt und wurde gestaltet von Pfarrerin Maren Bezold. Bei Kerzenschein und andächtiger Stimmung gab es die Möglichkeit, den eigenen Gefühlen und Gedanken am Ende dieses Weihnachtsfestes noch einmal nachzugehen und gemeinsam einen schönen Abschluss zu finden. 

Wir danken allen, die bei diesem Weihnachtsfest bei der Vorbereitung oder Durchführung beteiligt waren und freuen uns schon, wenn es dann in ein paar Monaten wieder heißt „O, Du fröhliche“.


Gemeinsam feiern und Danke sagen

Am 14. Dezember lud die Kirchengemeinde Fauerbach-Ossenheim anstelle des sonst üblichen Neujahrsempfangs zu einem besonderen Adventscafé im Gemeindehaus ein.
Da ab dem 01.01.2026 alle Gemeinden des Nachbarschaftsraums zur Friedensgemeinde Friedberg fusioniert sind, nutzte der Kirchenvorstand die Gelegenheit, um noch ein letztes Mal im alten Rahmen zusammenzukommen und den Ehrenamtlichen der Gemeinde zu danken und ihr Engagement zu würdigen. So war das Adventscafé ein gemütliches Beisammensein, bei dem gemeinsam Gottesdienst gefeiert, lecker gegessen und vor allem Danke gesagt wurde. Die Tische waren liebevoll gedeckt, das Essen schmeckte gut, und die Stimmung war rundum fröhlich und ausgelassen.
Im Mittelpunkt stand die Würdigung der vielen Ehrenamtlichen, die das Leben der Gemeinde stets getragen haben.
Es war deutlich zu spüren, dass eine Gemeinde durch die Menschen lebt, die sich in ihr einbringen – und genau das machte diesen Mittag so besonders.
In diesem Zuge wurde auch der Besuchsdienstkreis aus Fauerbach verabschiedet und die ehemaligen Mitglieder bekamen noch einmal einen Segen von Pfarrerin Maren Bezold zugesprochen. Auch Renate Schusser, die viele Jahre im Kirchenvorstand aktiv war und auch danach noch verschiedene Aufgaben betreut hat, wurde gebührend ge ehrt, da sie nun ihre Aufgaben niederlegt.
Der Applaus und die Dankesworte zeigten, wie sehr das Engagement aller geschätzt wird und das Adventscafé hat noch einmal deutlich gemacht: Die Menschen vor Ort sind der Schatz jeder Gemeinde – auch der neuen Ev. Friedens gemeinde Friedberg. Das Engagement und die Freude am Mitgestalten der Fauerbacherinnen und Fauerbacher, sowie der Ossenheimerinnen und Ossenheimer werden auch in den neuen Strukturen eine wichtige Rolle spielen.
Es war ein wunderschöner Nachmittag voller Gemeinschaft, Wärme und Dankbarkeit – ein gelungener Jahresabschluss, an den sich alle gern zurückerinnern werden.

 


Vorlesen spricht deine Sprache

So lautet das Motto des diesjährigen bundesweiten Vorlesetages, der im November stattfand. In der Ossenheimer Kirche kamen an diesem Nachmittag zahlreiche Kinder zusammen, um gemeinsam mit Leiterin Carolin Wilhelm und Pfarrerin Maren Bezold auf eine spannende Entdeckungsreise rund um das Thema Sprache zu gehen.

Schnell wurde deutlich: Sprache ist weit mehr als geschriebene Wörter in einem Buch. Mit Liedern, Bewegung, Spielen und kreativen Aktionen erkundeten die Kinder ganz unterschiedliche Formen des Sich-Verständig-Machens. Sie entdeckten, dass es viele Sprachen auf der Welt gibt, lernten erste Worte in Gebärdensprache und erfuhren, wie viel wir auch ohne Worte – durch Mimik und Gestik – ausdrücken können.

Natürlich durfte auch das Vorlesen nicht fehlen. Anhand ausgewählter Geschichten wurde gemeinsam überlegt, welche Erfahrungen und Gefühle darin angesprochen werden und was es bedeutet, wenn ein Buch „meine Sprache spricht“. In spielerischer Weise ging es dabei auch um die Frage, wie Worte wirken können – verletzend oder stärkend – und wie wichtig es ist, achtsam miteinander zu sprechen.

Besonders eindrücklich war die Beschäftigung mit der sogenannten „Giraffen- und Wolfsprache“, die den Kindern anschaulich vor Augen führte, welchen Unterschied es macht, wie wir etwas sagen. Zum Abschluss gestalteten die Kinder ein kleines „Buch der guten Worte“, das sie mit ermutigenden Botschaften füreinander füllten.

Mit viel Freude, Neugier und Offenheit erlebten alle Beteiligten einen lebendigen Vorlesenachmittag. Das Team blickt dankbar auf diesen besonderen Tag zurück und freut sich schon jetzt auf den nächsten Vorlesetag im kommenden Jahr.