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Archiv Fauerbach & Ossenheim


2026


Senioren sind nur früh geboren

Wer den monatlichen Seniorennachmittag in Fauerbach besucht und die munteren Aktivitäten erlebt, muss sich fragen, ob die Bezeichnung Senioren eigentlich passend ist.
Denn da treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat Menschen im Alter zwischen 65 und 95 Jahren, um sich gemeinsam an immer neuen Themen zu freuen. Und keiner fühlt sich alt.
Dreißig Jahre Altersspanne – wenn man zwanzig oder auch dreißig ist, scheint das viel, denn es deckt den bislang erlebten Lebenszeitraum seit der Kindheit ab. Doch spätestens mit 50 öffnet sich der Fächer des Alters und man folgt mit Interesse den Altersdekaden zwischen zwanzig und siebzig. Wer sich wegen des Begriffs „Senioren-Kreis“ von der Teilnahme in dieser aktiven Runde abhalten lässt, verpasst eine Menge, denn die vielfältigen Themen sind so aus dem Leben gegriffen, dass man auch von einem regelmäßigen Generationen-Kreis sprechen kann.
Ob Karnevalssitzung mit echt lustigen eigenen Darbietungen oder Vorträge zu Bienen und Honig, oder Senner-Käse mit Degustation, ob Spiele-Nachmittag oder Besuch des Freizeit-und Vogelparks in Schotten, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesen unterhaltsamen Donnerstagen tragen alle zur Programmgestaltung und lebhafter Teilnahme bei. Kaffee- und Kuchen gehören auch dazu und immer werden die Tische im Gemeindehaus Fauerbach liebevoll gedeckt. Zu vielen Nachmittagen kommen auch Gäste aus Ossenheim und vielleicht eröffnet die gemeinsame Friedensgemeinde ja noch weitere Perspektiven.
Der Gedanke, besondere Erinnerungen zu pflegen und weiterzugeben, prägte den Donnerstag im März mit Kochrezepten aus Omas Schublade. Da ging es um einfache Gerichte des Alltags, aber auch Festliches, Kuchenrezepte oder Hinweise, wie Lebensmittel konserviert und aufgehoben werden können und es wurde deutlich, dass manche alten Rezepte, wie etwa zu Kartoffelsuppe oder Graupen einerseits regional sehr unterschiedlich sind, aber auch fast ebenso verschwinden, wie die Zubereitung von Schwarzwurzeln, Grünkohl oder Rote Beete. Die diskutierten Rezepte wurden aufgeschrieben und sollen Interessierten schon bald in Kopie an die Hand gegeben werden.
Im April traf man sich zum beliebten Bingo-Spielnachmittag und die Damen hatten sogar kleine Gewinne bereitgestellt. Mit Begeisterung wurden Bingo-Karten mit Gewinn-Mustern versehen, deren Zahlen von der Spielleiterin aufgerufen wurden. Immer wieder ertönte das laut gerufene „Bingo“, sobald Mitspielende ihre Kombination komplett hatten. Und am Ende nahmen sich Viele vor, auch zu Hause mal wieder Bingo zu spielen.
Die Themen für den ab Juli wieder jeden ersten Donnerstag im Monat stattfindenden Seniorenkreis sind Vorschläge aus dem Kreis der Teilnehmenden, ganz gleich ob Vorträge, Lesungen, gemeinsame Aktionen und Ausflüge, wie den Besuch des Freizeit- und Vogelparks in Schotten, der im Mai 2026 anstand.
Am 11.06.2026 geht es im Vortrag um die Wunderwelt der Honigbiene und die großen Vorteile, die Bienen für die Landwirtschaft, den heimischen Garten und die Gesundheit haben. Dazu gehört auch das Bienen Schutz- und Heilmittel Propoplis, das die Bienen ebenso vor Infektionen aller Art bewahrt, wie auch den Menschen. Zum Thema gehört auch die Degustation von Honig, das Kennenlernen der unterschiedlichen Honigsorten und wie diese erzeugt werden. Und wer mag, kann auch den vom Imker mitgebrachten Honig kaufen.
Am 02. Juli 2026 trifft man sich im Gemeindehaus von Fauerbach zum beliebten Erzählnachmittag, bei dem es sicher auch wieder viele „weißt Du noch“-Fragen geben wird. Interessenten sich gebeten, selbst Erzählgeschichten mitzubringen, die in der Runde vorgetragen werden können.
Höhepunkt des Sommers ist der Grillnachmittag am 06.08. 2026 am und im Gemeindehaus von Fauerbach. Auch hier sind wieder die Ossenheimer mit dabei und wer mag, kann heute schon anmelden, ob er einen Kartoffel-, Gemüse-, grünen oder auch Nudelsalat und Anderes mitbringen möchte. Zu den leckeren Sachen vom Grill gibt’s auch wieder Brot und auch für Getränke ist gesorgt. Zur Einschätzung der Zahl der Gäste wird gebeten, im Gemeindebüro mitzuteilen, dass man dabei sein möchte.
Was ab September bis Weihnachten auf dem Programm steht, wird anlässlich der Nachmittage vorgeschlagen, diskutiert und abgestimmt – Sie dürfen sicher sein, dass es attraktive Themen sein werden. Vielleicht auch das, was Sie vorschlagen?
Wer sich bis jetzt nicht getraut hat, teilzunehmen, sei herzlich eingeladen mitzumachen – der Generationen-Kreis heißt zwar Senioren-Kreis, doch das muss ja nicht immer so bleiben…
(Text: Johannes Hübner)


Von Finsternis und Licht - Ostern

Auch in diesem Jahr konnten wir an den verschiedenen Feiertagen von Gründonnerstag bis Ostermontag wieder miteinander erleben, wie facettenreich und spannungsgeladen die Ereignisse um das Fest der Auferstehung sind: Getragen von der Verbundenheit der Gemeinschaft an Gründonnerstag, die wir auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit einem großen Tischabendmahl in der Stadtkirche erleben durften, hin zum ernüchternden Tod Jesu an Karfreitag; das Dunkel, dass in der Osternacht langsam aber sicher dem Licht der neuen Schöpfung weicht und dann in bunter Freude über die Auferstehung an Ostersonntag und Ostermontag gipfelt.
In der Fauerbacher Kirche haben wir, eröffnet durch ein Osterfeuer vor der Kirche, der Freunde über das Licht der Auferstehung in einer besinnlichen Osternacht und dem anschließenden ausgelassenen Osterfrühstück Raum gegeben.
Im Familiengottesdienst in Ossenheim spielte dann ein leerer, schwarzer Stuhl eine besondere Rolle. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, dass gerade da, wo Leere ist, auch Raum für Neues erwächst – so wie am leeren Grab in der Ostergeschichte. Unsere Gedanken zu der Frage „Wo braucht es Raum für Neuen in meinem Leben und in dieser Welt?“ fanden dann auf bunten Schmetterlingen ihren Platz auf dem schwarzen, leeren Stuhl.
Nach dem Familiengottesdienst gab es wie auch schon im letzten Jahr bei schönstem Wetter noch eine kleine Ostereiersuche, die nicht nur bei den jüngsten Besucherinnen und Besuchern auf große Begeisterung stieß.
Am Ostermontag wurden die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher dann noch mit einem feierlichen Gottesdienst in Fauerbach verwöhnt.
So ging ein rundum stimmungsvolles Osterfest zu Ende und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei all denjenigen bedanken, die die unterschiedlichen Gottesdienste des Osterfestes gestaltet und vorbereitet haben. Vielen Dank dafür!


Weltgebetstag in Fauerbach

Wie jedes Jahr haben wir – die ehemalige Ev. Kirchengemeinde Fauerbach-Ossenheim – uns Anfang des Jahres zusammengefunden, um den Weltgebetstag der Frauen am 1. Freitag im März vorzubereiten. Der Verlust von Ilse Etzel, die immer überaus engagiert in den Vorbereitungen zur Landeskunde einschließlich der Fotos war – ebenso übte sie mit ihrem Chor die zu singenden Lieder ein – traf uns immer noch tief. Aber wir wussten alle, dass es sie freuen würde, wenn wir es trotzdem versuchen würden und so beschlossen wir uns auch dieses Jahr wieder mit Hingabe dem Weltgebetstag zu widmen.
Mit Unterstützt von Erich Wagner bei den Fotos am Laptop, der musikalischen Unterstützung von Meike Menzel, die uns am Klavier begleitete und dem Zutun vom gesamten Team wurde es ein schöner, kurzweiliger und gesegneter Abend, den wir in bunter Runde verbrachten.
Wir stellten Nigeria als schönes Land in Afrika mit eigenen Problemen vor – drei Einzelschicksale von nigerianischen Frauen wurden beschrieben.
Am Ende saßen alle noch gemütlich beisammen, jede von uns Teamerinnen hatte Essen vorbereitet und mitgebracht. Es wurde miteinander gegessen und man hatte Gelegenheit, sich noch einmal vertiefend über das Gehörte auszutauschen.
Auch wenn es dieses Jahr schwieriger in der Planung und Durchführung war, haben wir den Abend sehr genossen und uns vorgenommen auch im nächsten Jahr gerne wieder in netter Gemeinschaft diesen besonderen Tag zu feiern.
(Text: Dr. Regina Bechstein-Walther)


Mauersanierung an der Fauerbacher Kirche

Nach mehrjähriger, schwieriger Planung, haben am 23.02.2026 die Sanierungsarbeiten an der Kirchenmauer in Fauerbach begonnen. Problematisch war es, eine geeignete Fachfirma für Natursteinmauerwerk zu finden.
Jetzt sind wir sehr froh, dass mit der Firma Baukult ein kompetenter und erfahrener Fachbetrieb beauftragt werden konnte. Das Unternehmen hat schon mehrere vergleichbare Projekte ausgeführt. Unter anderem wurden schon mehrfach Arbeiten an der Edersee Staumauer und den Gebäuden des sogenannten „Edersee Atlantis“ durchgeführt. Für Ihre Arbeiten in der Denkmalpflege erhielt die Firma 2021 den Bundespreis für Handwerk.
Die Restaurierung wurde erforderlich, da die Verkehrssicherheit nicht mehr ausreichend gewährleistet war. Es hätten jederzeit Steine aus dem Mauergefüge herausfallen können. Die Wurzeln der Kirchhofbäume sind teilweise tief in das Mauerwerk eingedrungen. Künftig soll auch der starke Efeu-Bewuchs verhindert werden, der auch zur Mauerzerstörung beigetragen hat. Dazu wird ein 50cm breiter Pflasterstreifen am Boden des Mauer-
werks angelegt.
Die geschädigten Teile der Mauer werden komplett abgetragen, bis ausreichend standsicheres Mauerwerk vorhanden ist. Anschließen erfolgt ein Neuaufbau, teilweise mit Unterstützung von Verbindungseisen.
Die Tafeln mit den Namen der gefallenen Soldaten aus dem 1. Weltkrieg werden gereinigt und neu in das Mauerwerk eingefügt. Das Soldaten-Denkmal aus Muschelkalk wird ebenfalls gesäubert und beschädigte Teile restauriert.
Historische Bauwerke sind immer für Überraschungen gut. Aus diesem Grund findet ein wöchentlicher Austausch mit den Baubeteiligten statt. An den regelmäßigen Gesprächen nimmt die Stadt Friedberg, die Bauleitung, das Architekturbüro, ein Restaurator, die Denkmalbehörde und ein Mitglied des Kirchenvorstandes teil.
Während der Bauzeit ist der Zugang jederzeit über den barrierefreien Eingang von der Hauptstraße aus gewährleistet.
Bisher verläuft die Baumaßnahme planmäßig. Wenn keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten auftreten, ist das Ende der Sanierung für Ende Mai vorgesehen.
(Text: Günter Brüshaber)
 


Hausmacher Fasching mit Niveau bei den Senioren in Fauerbach

Der Seniorenfasching am 12. Februar im Gemeindehaus Fauerbach war ein Paradebeispiel, zu welchen Höchstleistungen Amateure fähig sind, die ihr Hobby lieben – Gäste und Publikum wurden von sieben Beiträgen regelrecht mitgerissen. 

Auf einem Bahnsteig warteten die rustikale Landfrau Christa Krückl und die feine Stadtdame Gabi Zöll adäquat gekleidet auf den verspäteten Zug nach Marburg und breiteten in einer wortlosen Pantomime alle Dünkel zweier Damen aus, die mit Selbstbewusstsein ihren Stand vertreten. Sie rückten auseinander, indigniert wandte sich die Städterin ihrem Taschenbuch zu, während die Landfrau ihre zerknitterte Wetterauer aus dem Korb entfaltete und als die eine feine Schokolade aß, futterte die andere eine grobe Wetterauer Hartwurst. Fasziniert und still folgte der Saal der überzeugenden Gestik der beiden so unterschiedlichen Damen, die eine mit Schminkspiegel und Lippenstift, die Andere mit Stieltopf und Marmelade, bis die Städterin sich schließlich puderte und die Landfrau mit Mehl konterte – da war der Applaus riesig. Der Männergesangverein sorgte als „Eintracht-Lerchen“ nicht nur für die Saaldekoration sondern vor allem für Schwung bis Birgit Becker als „Frau mit 70“ auftrat, die mit sich hadert, während sie überall auf die Schönheiten des Lebens und tolle Mannsbilder trifft. Ebenfalls mitten im Leben stand „Die Marktfrau“ Maria Bauer, die ihre Kunden mit bestem Bio versorgt, genau beobachtet, Zubereitungstipps bis zur Gurkenmaske gibt und angesichts des Klimawandels auch den Weinbau versucht. 

Zu Dritt verkörperten Christa Krückl (Ratgeber), Heidi Trützler (regionales) und Gabi Zöll (Sport) gleich drei Reportage-Ressorts und spielten sich die Bälle so perfekt zu, dass viele Zuschauer die Zusammenhänge des Lebens heiter interpretiert ganz neu verstehen konnten.

Birgit Becker und Heidi Trützler betrachteten als Mann und Frau ihre „fast glückliche Ehe“ mit so manchem Missverständnis und gemeinsamen Erlebnissen – was sie meinte, musste er noch lange nicht verstehen und umgekehrt. Zum Schluss der 120 heiteren Minuten ließ Helmut Lipka noch einmal sein Akkordeon zum Gesang der von ihm geleiteten Eintracht-Lerchen erklingen und alle schunkelten von Kornblumenblau über Rosenmontagsgeburtstag bis zum Aschermittwoch Alles vorbei so eifrig mit, dass es nach der Zugabe alle wie die Rolling Stones halten und unter großem Applaus nicht mehr von der Bühne gehen wollten. Der Seniorenfasching in Fauerbach war ein höchst gelungener Nachmittag auch gemäß der Bibel-Fundstelle 1. Buch Mose, 21, Vers 5.: „Gott hat mir ein Lachen zugerichtet und wer es hört, wird Seiner Lachen“ – Fauerbach Helau.

Johannes Hübner

 


Neues vom Ehrendenkmal an der Kirche Fauerbach

Seit Januar 2020 ist das Ehrendenkmal an der Hauptstraße in Fauerbach abgesperrt. Die Absperrung wurde notwendig, da die gesamte Stützmauer baufällig ist. Der Kalkmörtel der Wand ist völlig durchnässt, was zu weiteren Schäden führen kann.

Von der Stadt Friedberg haben wir erfahren, dass die Gelder zur Sanierung im Haushalt genehmigt sind. Der nächste Schritt ist jetzt die Beauftragung eines Planungsbüros.

Durch die dünne Personaldecke des Bauamtes wird das noch allerdings noch dauern. In Friedberg sind noch mehrere Projekte, mit dringenderem Handlungsbedarf, in der Warteschlange.

Zur Wahrung der sogenannten Verkehrssicherungspflicht (auf gut deutsch: dass kein Unfall passiert) werden die Bereiche vor dem Denkmal durch Drängelgitter abgesichert bleiben.

Sobald es Neues vom Ehrenmal gibt, werden wir darüber berichten.


2025


Ein Fest voll Licht und Wärme

Erfüllt und dankbar blicken wir auf das Weihnachtsfest 2025 in unseren Kirchorten zurück, das erneut von zahlreichen, abwechslungsreichen Gottesdiensten geprägt war.

Den Auftakt bildete die inzwischen fast schon traditionelle Andacht auf dem Ossenheimer Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem dritten Advent. Pfarrerin Maren Bezold gestaltete die Andacht gemeinsam mit den Ockstädter Turmbläsern. Dieses Mal ging es darum, trotz des hektischen Advents das „Innehalten“ nicht zu vergessen – also den eigenen „Bremsweg“ bis Weihnachten nicht zu unterschätzen. Zudem konnten die Besucherinnen und Besucher in der Ossenheimer Kirche innehalten, ihre Wünsche und Hoffnungen für Weihnachten dort auf kleine Engel schreiben und diese an den Weihnachtsbaum hängen. Schon zuvor hatten Kinder der KiTa Bunte 11 im Anschluss an einen adventlichen Besuch in der Kirche kleine Engel für den Tannenbaum gebastelt – so fangen die neuen Engel gleich gute Gesellschaft.

Dann war es endlich soweit: Weihnachten! Die Familiengottesdienste an Heiligabend in Fauerbach und Ossenheim wurden von den Krippenspielen getragen, die in mühevoller Vorbereitung von einigen Konfis, sowie den KiGo-Kids einstudiert und dargeboten wurden. In Ossenheim wurde es spannend, als die Schafe plötzlich verschwunden waren und zwei Kommissare den „Tatort“ etwas genauer unter die Lupe nahmen, während in Fauerbach alte Geschichten zu neuem Leben erweckt wurden. Viele Schmunzler begleiteten die Darbietungen, sodass die Besucherinnen und Besucher nach den Gottesdiensten beschwingt nach Hause gingen.

Die Christmette in Ossenheim, die von Prädikantin Dr. Regina Bechstein-Walther, sowie von Familie Berlenbach gestaltet wurde, stimmte dahingegen eher besinnlichere Töne an und ließ so den Heiligen Abend sehr stimmungsvoll und ruhig ausklingen.

Zum Abschluss des Weihnachtsfestes gab es auch in diesem Jahr wieder einen Gottesdienst zum Ausklang des Weihnachtsfestes. Er fand in der Fauerbacher Kirche statt und wurde gestaltet von Pfarrerin Maren Bezold. Bei Kerzenschein und andächtiger Stimmung gab es die Möglichkeit, den eigenen Gefühlen und Gedanken am Ende dieses Weihnachtsfestes noch einmal nachzugehen und gemeinsam einen schönen Abschluss zu finden. 

Wir danken allen, die bei diesem Weihnachtsfest bei der Vorbereitung oder Durchführung beteiligt waren und freuen uns schon, wenn es dann in ein paar Monaten wieder heißt „O, Du fröhliche“.


Gemeinsam feiern und Danke sagen

Am 14. Dezember lud die Kirchengemeinde Fauerbach-Ossenheim anstelle des sonst üblichen Neujahrsempfangs zu einem besonderen Adventscafé im Gemeindehaus ein.
Da ab dem 01.01.2026 alle Gemeinden des Nachbarschaftsraums zur Friedensgemeinde Friedberg fusioniert sind, nutzte der Kirchenvorstand die Gelegenheit, um noch ein letztes Mal im alten Rahmen zusammenzukommen und den Ehrenamtlichen der Gemeinde zu danken und ihr Engagement zu würdigen. So war das Adventscafé ein gemütliches Beisammensein, bei dem gemeinsam Gottesdienst gefeiert, lecker gegessen und vor allem Danke gesagt wurde. Die Tische waren liebevoll gedeckt, das Essen schmeckte gut, und die Stimmung war rundum fröhlich und ausgelassen.
Im Mittelpunkt stand die Würdigung der vielen Ehrenamtlichen, die das Leben der Gemeinde stets getragen haben.
Es war deutlich zu spüren, dass eine Gemeinde durch die Menschen lebt, die sich in ihr einbringen – und genau das machte diesen Mittag so besonders.
In diesem Zuge wurde auch der Besuchsdienstkreis aus Fauerbach verabschiedet und die ehemaligen Mitglieder bekamen noch einmal einen Segen von Pfarrerin Maren Bezold zugesprochen. Auch Renate Schusser, die viele Jahre im Kirchenvorstand aktiv war und auch danach noch verschiedene Aufgaben betreut hat, wurde gebührend ge ehrt, da sie nun ihre Aufgaben niederlegt.
Der Applaus und die Dankesworte zeigten, wie sehr das Engagement aller geschätzt wird und das Adventscafé hat noch einmal deutlich gemacht: Die Menschen vor Ort sind der Schatz jeder Gemeinde – auch der neuen Ev. Friedens gemeinde Friedberg. Das Engagement und die Freude am Mitgestalten der Fauerbacherinnen und Fauerbacher, sowie der Ossenheimerinnen und Ossenheimer werden auch in den neuen Strukturen eine wichtige Rolle spielen.
Es war ein wunderschöner Nachmittag voller Gemeinschaft, Wärme und Dankbarkeit – ein gelungener Jahresabschluss, an den sich alle gern zurückerinnern werden.

 


Vorlesen spricht deine Sprache

So lautet das Motto des diesjährigen bundesweiten Vorlesetages, der im November stattfand. In der Ossenheimer Kirche kamen an diesem Nachmittag zahlreiche Kinder zusammen, um gemeinsam mit Leiterin Carolin Wilhelm und Pfarrerin Maren Bezold auf eine spannende Entdeckungsreise rund um das Thema Sprache zu gehen.

Schnell wurde deutlich: Sprache ist weit mehr als geschriebene Wörter in einem Buch. Mit Liedern, Bewegung, Spielen und kreativen Aktionen erkundeten die Kinder ganz unterschiedliche Formen des Sich-Verständig-Machens. Sie entdeckten, dass es viele Sprachen auf der Welt gibt, lernten erste Worte in Gebärdensprache und erfuhren, wie viel wir auch ohne Worte – durch Mimik und Gestik – ausdrücken können.

Natürlich durfte auch das Vorlesen nicht fehlen. Anhand ausgewählter Geschichten wurde gemeinsam überlegt, welche Erfahrungen und Gefühle darin angesprochen werden und was es bedeutet, wenn ein Buch „meine Sprache spricht“. In spielerischer Weise ging es dabei auch um die Frage, wie Worte wirken können – verletzend oder stärkend – und wie wichtig es ist, achtsam miteinander zu sprechen.

Besonders eindrücklich war die Beschäftigung mit der sogenannten „Giraffen- und Wolfsprache“, die den Kindern anschaulich vor Augen führte, welchen Unterschied es macht, wie wir etwas sagen. Zum Abschluss gestalteten die Kinder ein kleines „Buch der guten Worte“, das sie mit ermutigenden Botschaften füreinander füllten.

Mit viel Freude, Neugier und Offenheit erlebten alle Beteiligten einen lebendigen Vorlesenachmittag. Das Team blickt dankbar auf diesen besonderen Tag zurück und freut sich schon jetzt auf den nächsten Vorlesetag im kommenden Jahr.