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Adresse:
Hirtengasse 5 | 61169 Friedberg
Ursprünglich nahm man für die Ossenheimer Kirche das Jahr 1608 als Entstehungsjahr des heutigen Kirchenbaus an. Doch ein 2013 erstelltes dendrochronologische Gutachten hat folgende Aussage: Anhand von vier entnommenen Bohrkernen aus den mittelalterlichen Gebälkhölzern des heutigen Dachstuhls wird das Entstehungsjahr des gesamten Dachstuhls auf das Jahr 1343 festgelegt.
Die Fenster im Altarraum sind eine Arbeit des Darmstädter Künstlers Staudt. Besonderes Augenmerk verdient das sogenannte Auferstehungsfenster. Von besonderem Wert sind auch ein Epitaph im Chorbereich und zwei außen neben der Eingangstür angebrachte, sowie der Mühlenstein und auf Pfarrherren verweisende Grabsteine.
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Ganz im Sinne des Kanons 607 „Lasst uns miteinander singen, loben und danken dem Herrn“ hat die Kirche in Ossenheim seit dem Erntedank-Gottesdienst am 4. Oktober 2026 wieder eine richtige Orgel. Bei wunderbarem Sonnenschein spielte der Kantor der ev. Friedensgemeinde Friedberg, Ulrich Seeger, persönlich christliche Kompositionen, die das Vermögen der Orgel in allen Nuancen erklingen ließen. Pfarrerin Sophie Gesing freute sich mit den zahleichen Gästen über diese Attraktion sakraler Musik.
Die neue Orgel wurde mit Hilfe von Spenden und der EKHN mit tatkräftiger Unterstützung durch die Kirchenvorstände als Ersatz für die langjährig genutzte elektronische Orgel installiert. Sie stammt aus dem Fundus der evangelischen Kirche und war als Ersatzinstrument immer dann im Einsatz, wenn in einer hessischen Kirche eine Orgel längerfristig saniert oder umgebaut wurde. Die kompakte Pfeifenorgel wurde komplett saniert und auf die Verwendung als Kirchenorgel abgestimmt und findet nun auf der Empore der Kirche von Ossenheim ihre feste Heimat. Vielleicht ist die einmanualige Orgel mit Fußpedalen ja auch für Musiker so attraktiv, dass in Ossenheim schon bald wieder einmal zu einem Konzert eingeladen werden kann? Zumindest ist sie ein guter Anreiz für Christen aus Ossenheim und allen Nachbargemeinden, die Gottesdienste in Ossenheim auch wegen der Musik zu besuchen.
Text: Johannes Hübner
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