EKHN

Archiv der Evangelischen Friedensgemeinde Friedberg


2026


CSD in Friedberg

Queer-sensibel

Letztes Jahr gab es im August die erste Christopher Street Day-Parade auf der Friedberger Kaiserstraße. Die evangelische Kirchengemeinde Friedberg hat dazu zusammen mit dem evangelischen Dekanat und Mitgliedern des CSD Wetterau einen Gottesdienst in der Stadtkirche gefeiert. In ihm wurde die geschlechtliche Vielfalt als Teil der Schöpfung Gottes bekannt. Ein Plakat in Regenbogenfarben an der Kirche wies auf diese Veranstaltung zwei Wochen vorher hin. Es wurde mehrmals von Unbekannten versucht, es herunterzureißen und zu zerstören. Offenbar passte es manchen nicht, dass queere Menschen einen Platz bei uns haben. So wie es auch dem Attentäter von Berlin nicht passte, als er vor einigen Wochen beim CSD in Berlin mit seinem Auto in die Menschenmenge raste und eine Frau tötete und weitere Personen schwer verletzte. 

An diesem Wochenende (22.08.2026 Anm. der Redaktion) findet nun der zweite CSD in Friedberg statt. Ob alles gut gehen wird? Die feindliche Stimmung gegenüber Menschen mit unterschiedlicher sexueller Identität nimmt zu. Es erschrickt mich, mit welch hoher Energie, bestimmte Gruppierungen versuchen, queere Menschen auszugrenzen und zu diskriminieren.

Vor drei Jahren hat unsere evangelische Landeskirche in ihrer Synode ein offizielles Schuldbekenntnis zum Beschluss vorgelegt. Es beinhaltete die Bitte um Verzeihung für frühere Ausgrenzung und die Verpflichtung zu einem künftigen queer-sensiblen Umgang. Dem Beschluss habe ich ohne Wenn und Aber zugestimmt.

Pfarrerin Claudia Ginkel


„Ein Bad im Wald“

„So, ich gehe jetzt mal baden“, sagte ich an besagtem Freitag zu meinem Mann. „Wie? Bei diesem Wetter und um diese Uhrzeit willst du dich in die Badewanne legen?“, war die berechtigte Rückfrage. „Nein, nicht in die Badewanne. Ich gehe in den Wald!“ 

10.000 Schritte und viele entspannte Atemzüge später lag ich dann tatsächlich in einer Badewanne aus Holz, mitten unter den Schatten spendenden Bäumen des Bad Nauheimer Heilwaldes. Mit 11 Mitstreiterinnen, Anton, unserem vierbeinigen Begleiter und Pfarrer Joachim Neethen hatte ich die letzte Station der Einladung zu „Waldbaden und Beten“ erreicht. 

An vielen Punkten auf dem „Waldbadeweg“ hatten wir Halt gemacht und mit kleinen geistlichen Impulsen den Wald als Ort der Nähe Gottes erlebt. Der Sommerabend hatte dazu ideale Voraussetzungen geschaffen: Es war nicht zu heiß, aber trotzdem sonnig und angenehm. Mit allen Sinnen hatten wir die Schöpfung Gottes wahrgenommen und uns ganz im Hier und Jetzt bewegt, eine Auszeit vom bewegten Alltag genommen. Tiefenentspannt und mit neuer Energie aufgeladen konnte ich so „der Wanne entsteigen“ und mit einer positiven neuen Erfahrung ins Wochenende starten. Vielen Dank für diesen spirituellen Impuls, lieber Joachim Neethen, und: Gerne wieder! 

Text Silke Olthoff

 

Die Schöpfung Gottes mit allen Sinnen erfahren, das kann man zum Beispiel unter dem Bad Nauheimer Mammutbaum.


Vorstellungsgottesdienst 2026 -„Und was kommt dann?“

Der Vorstellungsgottesdienst von einem Teil der Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Friedensgemeinde am Sonntag, den 3. Mai, stand unter
dem Motto „Und was kommt dann?“. 

Die Jugendlichen kamen in diesem Jahr aus Dorheim, Fauerbach, Friedberg und Ossenheim. Bei den Vorüberlegungen zum Gottesdienst hatten die Konfis überraschenderweise das Thema „Leben nach dem Tod“ ausgewählt, um sich in einem eigenen Gottesdienst der Gemeinde zu präsentieren. Um den Gottesdienst nicht zu schwermütig zu machen, kombinierten die Jugendlichen das Thema mit der Frage „Und was kommt dann?“ und brachten so auch andere Gedanken und Interpretationen aus ihrer aktuellen Lebenssituation ein – z.B. Und was kommt nach der Konfirmation? Und was kommt nach Streit?
Insgesamt 16 Konfirmandinnen und Konfirmanden haben unter der Leitung von Pfarrerin Maren Bezold, Vikarin Annika Mages und zwei Konfi-Teamern einen beeindruckenden Gottesdienst gestaltet, wie die Resonanz der Besucherinnen und Besucher in der voll besetzten Kirche zeigte. Auch beim anschließenden Empfang im Kirchgarten wurde um das „Und was kommt dann?“ noch lebhaft diskutiert und für die Zeit nach der Konfirmation der Jugendclub in Fauerbach angefragt.
Für das leibliche Wohl hatten die Familien der Konfis ein umfangreiches und attraktives Fingerfood-Buffet beigetragen, die Kirchengemeinde sorgte für die Getränke. Und so wurde noch länger in gemütlicher Runde nach dem Gottesdienst vor der Kirche zusammengestanden.
Ein rundum gelungener Abend! Wir danken den Konfis für Ihr Engagement und wünschen Ihnen ein wunderbares Konfirmationsfest.
(Text: Gudrun Dietrich)


Kirche kunterbunt!

Aus Bauernheim, Fauerbach, Friedberg und Ossenheim kamen sie: viele Kinder! Faubi, die Kirchenmaus aus Fauerbach, und seine Freundin Eulalia, die Fledermaus aus der Ossenheimer Kirche, freuten sich sehr, dass im Gemeindehaus in Fauerbach am 28. Februar wieder ein Kindergottesdienst nun mit den Ehrenamtlichen aus verschiedenen Gemeindeteilen und den Pfarrerinnen Maren Bezold und Sophie Gesing gefeiert wurde. Natürlich waren nicht nur die Handpuppen, sondern alle erstmal neugierig: Wer ist eigentlich alles da und aus welchem Teil der neuen „FRiFRi“ kommen alle?
Dazu passte sehr gut der inhaltliche Impuls zur Jahreslosung „Siehe ich mache alles neu“ durch Pfarrerin Maren Bezold. Dazu gestalteten alle gemeinsam ein Plakat auf dem schon eine Schatzkiste und ein Papierkorb geklebt waren. Die Kinder konnten nun auf gelbe Kreise schreiben oder malen, was ihren wichtig ist und behalten werden sollte. Und auf graue Kreise, das was Angst, wütend oder traurig macht. Was den Kindern alles einfiel für die Schatzkiste, aber auch was nach ihrer Meinung in den Papierkorb gehört, kann man sich im Gemeindehaus anschauen. Dort hängt das Plakat nun das ganze Jahr.
Lieder mit Bewegung und kindgerechte Liturgie umrahmten den Vormittag, der außerdem bunte Stationen eines Kinderfestes enthielt. Dank der vielen Mitarbeitenden aus verschiedenen Ortsteilen konnte ein ganzer Strauß angeboten werden. Die knapp 20 Kinder zwischen 4 und 12 konnten zusammen mit ihren Eltern Blumen in kleine Töpfe zum Mitnehmen einsäen, sich schminken lassen, Taschen bemalen, Kratzbilder machen, aus Krepp Blumen basteln oder ihre Hände auf das „Kirche Kunterbunt“ Plakat drucken. Das brauchen wir für unser nächstes Treffen!
Daneben gab es auch viel Bewegung und Spiel: bunt eben! Mit dem hier aus dem KiGo-Brunch vertrauen gemeinsamen Essen und anschließendem Segen gingen wir fröhlich und gestärkt auseinander.
Bis zur nächsten Kirche kunterbunt! Wir freuen uns schon drauf!
(Text: Juliane Willmann-Lemcke)


Goldene Konfirmation 2026

Am 26. April 2026 wurde in der Stadtkirche, begleitet von Pfarrer Joachim Neethen, an die Konfirmation vor 50 Jahren gedacht.

Es feierten:

Frau Eva Büdinger-Adam, Frau Roswitha Clement, Herr Manfred Dieckhoff, Frau Kerstin Frank, Frau Nicole Friedewald, Frau Silvia Gerlach, Frau Kerstin Harnischfeger, Frau Dagmar Hendrich, Frau Birgit Höbbel, Frau Gabriele Kögler, Frau Annerose Morell, Herr Hans-Jürgen Ott, Frau Ursula Pilger-Schmidt, Herr Andreas Preis, Frau Susanne Rilk, Frau Sybille Schönmeyer-Bormann, Frau Kerstin Spörl, Herr Michael Stenzel, Herr Ulrich Tellhelm, Herr Rolf Wagner und Herr Jens Widdra.